Heute werde ich eine AverMedia CaptureHD in mein System einbauen. Mein Rechner steht schon offen vor mir, aber noch zögere ich mit dem Einbau, denn die Gelegenheit möchte ich nutzen einen Blick auf den Stromverbrauch des Systems zu werfen.
Aktuell ist mein System wie folgt konfiguriert:
Prozessor: Intel Sandy Bridge i5 2500k
Mainboard: Gigabyte Z86X-UD3H-B3
Arbeitsspeicher: 8GB (2x 4GB)
Festplatten: (1) Systemplatte: 3,5″ 500GB Western Digital Black SATA (2) Daten: 3,5″ 2TB
DVD-Brenner
+ 1 Gehäuselüfer
+ 1 USB-Festplatte
+ 1 passiver USB-Hub mit Drucker
+ Maus + Tastatur
+ 2 Monitore (1x DVI + 1x DisplayPort)
Installation und Stromverbrauch
Der Stromzähler steht aktuell bei 56 Watt. Ich werde gleich nochmal alle Prozesse beenden und nochmal nachschauen. Vielleicht schaue ich später auch mal, wie viel Watt die angeschlossenen USB-Geräte (obwohl bis auf Hub alle aktiv) ziehen. Vorerst geht es mir aber um die Avermedia CaptureHD und dessen Stromverbrauch. Gar nicht so einfach in den IDLE zu kommen. Habe Windows offenbar 113 Tagen nicht auf diesem Rechner genutzt. Aber dafür regelmäßig auf dem Netbook. Trotz Installation diverser Updates kam ich zwischenzeitlich auf einen gemessenen Verbrauch von 50 Watt. Die CPU-Auslastung ist aber auch nur bei 3-6%. Langsam scheinen die Updates ein Ende zu finden.
Der Einbau der Avermedia Capture HD-Karte gestaltete sich ziemlich einfach. Begeistert bin ich, dass eine Wurfantenne dabei ist. Das Teil kann ja sogar DVB-T und ich bin schon gespannt, ob die Antenne es wirklich bringt. Wenn nicht, wäre ich aber auch nicht wirklich enttäuscht. Im Hintergrund lade ich grad den aktuellsten Treiber von der Avermedia-Webseite. Musste grad mal in die Verpackung schauen. Es liegt auch eine CD bei, aber die ignoriere ich eigentlich immer und lade mir gleich den aktuellsten Treiber von der Webseite des Herstellers.
Neben der eigentlichen Karten sind neben der erwähnten Wurfantenne auch ein Infrarotempfänger dabei, der direkt in die Karte gesteckt wird (hab ich noch gar nicht gemacht) und ein Kabelextender, der den Anschluss von Komponentenkabeln an der Karte erlaubt. Dann noch eine Fernbedienung, 2 Batterien und ein PCI-Slot-Blech, damit die Karte auch Low-Profile eingebaut werden kann. Die Qualität der Kartonage finde ich im Übrigen ziemlich gelungen. Ich mag es, wenn Produkte qualitativ hochwertig verpackt werden. Naja… Ich installiere mal den Treiber.
Als TV-Anwendung installiert sich Snug. Kannte ich bisher nicht. “Just like Watching TV at Home” schreibt die Anwendung und ich frage mich warum “Just like”? Achso… Offenbar gibt es eine SnugStation mit der man irgendwas machen kann. Man muss ein Konto einrichten und das will ich nun wirklich nicht. Also schnell wegklicken. AverMediaCenter 3D scheint irgendwie das Herz der Karte zu sein. Hier wird das Ganze eingerichtet. Sieht nen bisschen seltsam aus bisher. Ich zeige mal nen kleinen Screenshot:
Obwohl ich eigentlich gar kein DVB-T schauen möchte nervt mich die Tatsache, dass keine Sender gefunden wurden. Die Wurfantenne liegt allerdings auch direkt auf dem Fußboden. Seltsamerweise höre ich nun doch einen Ton. Trotz der Position auf dem Fussboden wurden 7 Sender gefunden. Ich sehe ein kleines Bild, aber alles sehr ruckelig. Natürlich gebe ich der Karte eine Chance und werde die Antenne aufrichten. Die Position ist noch immer etwas suboptimal, aber zumindest hörten die Ruckler bei den gefundenen Programmen auf. Immerhin finde ich jetzt 23 Sender. Leider habe ich gar keine Ahnung, was ich hier alles empfangen sollte. Sieht aber erstmal ganz gut aus.
Die Empfangsqualität ist tatsächlich ganz gut. Für die TV-Inhalte kann die Karte ja nichts, denn ich würde das aktuelle Programm eher als Trash-TV bezeichnen. Die eigentliche Software finde ich aber wirklich hässlich. Es ändert sich nämlich leider nichts an der Optik des Ganzen.
Nun wieder zum Stromverbrauch. Ich messe 52-53 Watt. Die Karte erhöht den Stromverbrauch also vermutlich um 2-3 Watt. Leider scheint es hier doch eine große Messungenauigkeit zu geben, weil ich Schwierigkeiten habe, dass System zum Idle zu überreden. Die 2-3 Watt sind ohne Nutzung der Funktionen der Karte gemeint.
Einsatz als TV-Karte – Aver MediaCenter 3D und Windows Media Center
Oben habe ich es ja schon angeschnitten. Wenn die Antenne ausgerichtet ist, bekomme ich über die Avermedia3D-Center Software 23 DVB-T Sender. Radio und Analog-TV habe ich gar nicht erst eingerichtet. Das geht mir zu weit von meinem geplanten Einsatzgebiet weg. Die Software von AverMedia finde ich ziemlich hässlich, aber Geschmäcker sind ja verschieden. Da ich mich nie wirklich mit dem Windows Media Center beschäftigt habe, das aber immer mal tun wollte, nutze ich die Gelegenheit auch hier die TV-Funktion zu testen. Funktioniert die Karte überhaupt mit Windows Media Center?
Ja… Sie tut es. Windows Media Center installiert sogar pseudo-intelligent Senderlisten aus dem Internet. So erspart man sich den eigenen Suchlauf. Ich mag sowas gerne, denn dann kann man sehen, ob man Sender nicht empfangen kann, die man aber empfangen müsste. Klappen tut das aber offenbar gar nicht, oder der Download dauert extrem lange und wird mit Scanvorgang beschrieben. Ich konnte sogar explizit eine Senderliste für diese Region auswählen. Schade… Zu früh gefreut. Aber so wird es bestimmt auch klappen. Der Scanvorgang dauert länger als in der Avermedia-Software. Dafür sieht er aber besser aus.
Windows Media Center findet auch 23 Kanäle. Der Suchlauf dauerte aber wirklich viel länger. Die Software gefällt mir wirklich ganz gut. Schöne Optik und es läuft alles wie gewünscht. Nutze sonst XBMC und bin jetzt auch nicht davon ab. Man kann auf jeden Fall schon vernünftig DVB-T ansehen. Nun richte ich auch noch eine Xbox 360 als MediaCenter – Extender ein. Wollte schon immer mal sehen, ob man darüber auch Live-TV sehen kann. Soll aber wohl gehen. Die über WLAN eingerichtete Xbox 360 ließ sich leider nicht zum Extender einrichten. Das liegt offenbar am lahmen 54 MBit/s – WLAN, zumindest hatte die Xbox eine Warnung abgegeben. Übers Kabel rattert die Einrichtung nun durch. Funktioniert wie erwartet und gefällt mir auch ganz gut. Dazu gibt es sicher aber mal nen anderen Artikel. Heute soll es ja um die Avermedia Capture HD gehen.
Capture HDMI mit der Avermedia CaptureHD und der Xbox 360
Über HDMI habe ich nun meine Xbox 360 an die HDMI-Schnittstelle der Karte angeschlossen. Beim Start von Aver MediaCenter will mir die Software auch gleich das “HDMI CaptureDevice” einrichten. Zuerst konnte ich kein Bild bekommen. Dachte das liegt vielleicht an 1080p und habe auf 720p umgestellt. Auch dann kam kein Bild. Habe die Software neu gestartet und unter TV->HDMI bekomme ich das Bild der Xbox. 1080i wird auch unterstützt, aber ich belasse es bei 720p. Also werde ich mal ein kleines Testvideo machen.
5 Minuten und 6 Sekunden landen von einem Call of Duty Spiel auf meiner Festplatte. Das macht 1,12 GB an Daten. Entgegen dem was ich bisher gelesen habe, hat man ein deutliches Input-Lag, oder vielleicht auch Output-Lag. So schlecht habe ich lange nicht gespielt. Nicht nur deshalb werde ich mein Testvideo deutlich kürzen. 1,12 GB möchte ich jetzt nicht hochladen, denn das würde bei meiner aktuellen Verbindungsgeschwindigkeit einfach zu lange dauern.
Wow… Das hat echt lange gedauert, weil ich offenbar keinen Plan habe, wie ich die Ausgabedateien verlustfrei schneiden kann. Hab nun aber was hinbekommen und es bei Youtube hochgeladen. Qualität gefällt mir eigentlich ganz gut.
Fazit zur Avermedia Capture HD
Die Karte macht auf mich einen wirklich guten Eindruck. Das mit dem Lag stört ein wenig, doch ich hatte im Vorwege schon vermutet, dass es so enden wird und wollte noch einen HDMI-Splitter bestellen. Damit sollte man das “Problem” beseitigen können. Aber problematisch dürfte das ja vor allem beim Spielen sein. Für andere Anwendungen wird das Lag nicht stören.
Die DVB-T-Funktion ist ganz nett. Die Fernbedienung blieb von mir noch ungetestet. Diese “Zugaben” waren für mich eigentlich kein Kaufgrund, trotzdem freue ich mich darüber. Ich werde im weiteren Einsatz der Karte sicher noch einmal darüber berichten.



Januar 20th, 2012
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